Die Flucht der Wiederholung Die Flucht der Wiederholung Die Flucht der Wiederholung
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Versuche einer Annäherung
Ein Ausstellungsprojekt Hamburger Künstler

26.10. - 11.11.2012
Große Bergstr. 229/Ecke Willebrandstraße, Hamburg-Altona
Kontakt: info@wiederholung.net

Die Flucht der Wiederholung

Von tagtäglichen Routinen und ritualisierten Handlungen über den Wechsel der Jahreszeiten bis hin zum Kreislauf von Geburt und Tod: Unsere Welt ist geprägt von Wiederholungen. Manchmal empfinden wir sie als störend, manchmal helfen sie uns weiter, manchmal fasziniert uns ihre Ästhetik. Meistens nehmen wir sie nicht einmal wahr. Im Ausstellungsprojekt „Die Flucht der Wiederholung“ haben Hamburger Künstler versucht, sich verschiedenen Aspekten der Wiederholung anzunähern und sichtbar zu machen. Das Ergebnis berührt den Betrachter und animiert dazu, mehr als einmal hinzusehen.

Wiederholungen sind die Grundlag e unseres Denkens, unserer Wahrnehmung und unseres Daseins. Sie spiegeln sich in allem wieder, was uns umgibt. Lernen, Kommunikation, Entwicklung: All das wäre ohne Wiederholungen undenkbar. Wer sich einmal mit diesem Gedanken konfrontiert sieht, kann sich seiner Faszination kaum entziehen. „Fast jeder entwickelt sofort eine Beziehung zum Thema Wiederholung“, erklärt Klaus Möller, einer der Initiatoren des Projektes und ergänzt: „die Menschen fangen sofort an, weiterzudenken, zu diskutieren und das Thema für sich selbst zu erschließen. Nur selten ist Kunst dazu in der Lage, einen so intensiven Prozess der Auseinandersetzung zu provozieren.“

Das geschah auch im Sommer 2011, als einige Studierende und Dozenten der kunstschule wandsbek begannen, sich im Rahmen eines freien Studienprojektes mit Wiederholungen zu befassen. Daraus formierte sich eine Gruppe von Interessierten, die beschloss, sich der Vielschichtigkeit des Themas mit künstlerischen Experimenten anzunähern. Eine Auswahl der daraus entstandenen Werke wird nun erstmals öffentlich präsentiert und soll einen Zwischenstand der Beschäftigung mit dem Thema dokumentieren.


Künstler und Werke

Tabea Böhnke – Textile Näharbeiten
Kemal Costur – Digitale Bildprozesse, Handy-Installation
Felix Demmer – Zeichnungen
Klaus Möller – Video-Installation & Vorträge
Samuel Naegele – Mixed Media
Stefan Sczostak – Fotografien







Die Flucht der Wiederholung - Eindrücke von der Ausstellung







Tabea Böhnke, 2012 (Ausschnitt aus einer Arbeitsdokumentation)







Klaus Möller, 2012 (Videoinstallation, Ausschnitt)








Wiederholung Skizze Konzept
Skizze zu den Ausgangsüberlegungen, 18.08.2011

Zu den Teilnehmern der Ausstellung:

Stefan Sczostak ...

... wurde vor 26 Jahren geboren und wuchs in Glückstadt auf. Sein starkes Interesse an Fotografie, Graffiti Artwork, Design und Gestaltung bewegten ihn dazu, seine zunächst eingeschlagene kaufmännische Laufbahn zu verlassen. Die künstlerische Laufbahn begann für Stefan Sczostak vor etwa 10 Jahren im Bereich Graffiti Artwork, in dem er bis heute im Rahmen von Auftragsarbeiten aktiv ist. Durch die Dokumentation von Graffitis fand er dabei auch den Weg in die Fotografie. Am Thema Wiederholung begeistert ihn das experimentelle Entdecken und Hinterfragen von Kreisläufen. Seine liebste Wiederholung: Graffiti-Schriftzüge auf unterschiedlichen Untergründen.

Arbeiten (Auswahl):

  • 2009 Stadtwerke Glückstadt – Wandgestaltung
  • 2010 Piratenland, Itzehoe – Wandgestaltung Indoor-Spielplatz
  • 2010 Molenkieker, Glückstadt – Wandgestaltung
  • 2011 Landesgartenschauf Norderstedt – Gestaltung des Themenpark St. Pauli
  • 2012 Fotoausstellung Stadtwerke Glückstadt

sczostak.blogspot.com


Klaus Möller ...

kam 1967 in Rahden (Westfalen) zur Welt und arbeitete bis 1988 als Fernmeldetechniker, bevor er auf dem zweiten Bildungsweg sein Abitur am Oberstufen-Kolleg Bielefeld erwarb. Bereits während seines anschließenden Medienpädagogik-Studiums an der Universität Bielefeld, konzentrierte er sich verstärkt auf seine künstlerische Arbeit mit eigenen Ausstellungen, Performances, Installationen, Aktionen und Netzkunst-Projekten. Es folgte ein Kunststudium an der HfbK Hamburg, das er im Studiengang Visuelle Kommunikation/Medien studierte und mit einem weiteren Diplom abschloss. Seit 2005 ist Klaus Möller als Dozent an der Kunstschule Wandsbek tätig. Darüber hinaus übernimmt er Ausstellungskonzeptionen, Vorträge, Workshops und Lehraufträge. Seine liebste Wiederholung: Üben, um etwas zu erlernen

Arbeiten (Auswahl):

  • 2009 Film/Video für das Theaterprojekt "Neuer Lübecker Totentanz"
  • 2004-2007 Krebs-Projekt - Künstlerisches Projekt zur Erforschung der Bedingungen, Funktionen und Wirkungen der Krankheit Krebs.
  • Büro für Realitätsdesign – Künstlerisches Projekt zum Bemerken und Erforschung von Wirklichkeiten und Möglichkeiten des Menschen
  • seit 1999: screenshock.com (seit 1999) - Plattform für Netzkunst
  • 2003: Klaus Moeller ist Igor Baskin
  • 2000-2004: Projekt NN - Hochschulübergreifendes Projekt der HfbK Hamburg und der HfMT Hamburg
  • 2000: Garten 2000 - Gemeinschaftsprojekt mit Kai Loeckx
  • 1999: HIN UND WEG - Videoinstallation im Kunsthaus Dresden
  • 1998/1999: Seezeichen – Sehzeichen - Text-/Diainstallation in der Galerie Art D'ameublement
  • 1998: Kunstaktionen zur Umbenennung der Bielefelder Kunsthalle
  • 1996-1998: Autonomie der Kunst/Kritik - Buchprojekt/Ausstellung/Performance

www.klausmoeller.net


Kemal Costur ...

... ist gebürtiger Hamburger und seit seiner Jugend an Fotografie interessiert. Besonders fasziniert den 23-jährigen die Möglichkeit, „unbgrenzt“ arbeiten zu können und mit visuellen wie kreativen Mitteln alles Vorstellbare zu erschaffen. Eine „Initialzündung“ für seine künstlerische Entwicklung erlebte Kemal Costur mit 18 Jahren, als er nach Abbruch seiner Schullaufbahn den Hamburger Fotografen Giovanni Castell kennenlernte, für den er 1 Jahr lang als Assistent arbeitete. Neben der Vermittlung handwerklicher Fertigkeiten unterstützte ihn Castell, eine selbstbewusste Haltung gegenüber der eigenen Arbeitsweise einzunehmen und nach dem Grundsatz „einfach machen“ zu handeln. Seine liebste Wiederholung: Das Jahr mit seinen verschiedenen Facetten, Stationen und Jahreszeiten.

Arbeiten/Projekte:

  • Juni 11 - Januar 12 - "mme. hu"(kompletter Laden mit eigenen Werken)
  • Juli 11 - Oktober 11 - "karo kabinett" (werke zum Thema "blau")
  • August 11 - März 12- "il nonnino" (kompletter Laden mit eigenen Werken)
  • August 12 - Heute  - "karo kabinett (werke zum Thema "konfus")
  • jungvonglatt.tumblr.com

kemalcostur.de


Tabea Böhnke ...

... lebte in Detmold, bevor sie ihre Ausbildung zur Kommunikationsdesignerin an der Kunstschule Wandsbek begann. Die heute 21-jährige begann schon früh, sich fürs Malen, Zeichnen und Nähen zu begeistern und entwickelte ein großes Interesse für Freie Kunst, Design und Mode. Der Austausch und das Experimetieren zusammen mit anderen Künstlern war für sie eine wesentliche Motivation, am Projekt teilzunehmen. Eine besondere Herausforderung sieht sie derzeit in der Verbindung von analogen und digitalen Elementen, die sie in verschiedenster Form in ihre Werke einzubringen sucht. Ihre liebste Wiederholung: Alles klar zu sehen, nachdem sie morgens ihre Kontaktlinsen eingesetzt hat.



Felix Demmer ...

... hat seine Wurzeln in Bad Kreuznach, wo er eine Ausbildung zum Speditionskaufmann absolvierte. Nach zweijähriger Tätigkeit als Disponent in einem Speditionsunternehmen orientierte sich der 24-jährige neu und bewarb sich an der Kunstschule Wandsbek. Seine künstlerische Motivation ist es, komplexe Zusammenhänge zu simplifizieren und auf neue Weise wahrnehmbar zu machen. Fasziniert vom Thema Wiederholung und den ersten entstandenen Arbeiten zum Thema, entschloss sich Felix Demmer, eigene Werke zum Thema zu entwickeln und erstmals innerhalb einer Ausstellung zu präsentieren. Seine liebste Wiederholung: Baden.

 

Samuel Jacob Naegele ...

... zog von Baden Württemberg nach Hamburg, um hier seine Ausbildung als Kommunikatinsdesigner an der Kunstschule Wandsbek zu absolvieren. Zuvor leistete der 24-jährige in Freiburg Zivildienst und begann eine Tischlerlehre, die er jedoch nach einem Jahr abbrach. Gründe dafür lagen in seinem großen Interesse für Kunst und Design sowie der Wunsch nach stetiger Forderung und Abwechslung im Beruf. Seine künstlerische Motivation sieht er darin, seine Ideen nach außen tragen und anderen Menschen näher zu bringen. Seine liebste Wiederholung: Der Alltag.

Arbeiten/Projekte: